Die Kirche

Für die neue Pfarrgemeinde war 1923 der Bau einer Pfarrkirche vordringlich. Nach der Inflation war dies trotz großen Opferwillens nur bei Beschränkung auf Wesentliches möglich. Die Münchner Architekten Gsänger und Holzbauer trugen dem Rechnung. Es entstand ein nahezu schmuckloser, doch klar gegliederter, stattlicher Bauch. Auch innen ist plastische Zier selten. Die einzelnen Werke sind dennoch mehr als nur Teile des Ganzen. Der farbenkräftige Kreuzweg Angerers, München, umzieht figurenreich und überlebensgroß die Seitenwände. Nur mit ihren Fresken fallen die Nebenaltäre Bertrams, München, auf. Allein Christi Körper von Roider, Regensburg, hängt weit vor in das Mittelschiff, das Kreuz aber ist in dem Pfeiler eingesenkt.

 

Der Hochaltar im eingewölbten Presbyterium beherrscht dank seiner Größe und Farbigkeit, besonders aber durch die Fülle plastischer Figuren den dreischiffigen Sakralraum.Das Hochrelief der Hl. Dreifaltigkeit mit den Evangelistensymbolen und Engeln schufen gemäß Gsängers Planung Bildhauer Schwarzkopf, Wessling, und Kunstmaler Hoferer, München. Als Modelle für die Engel holte sich 1934/35 der Künstler Mädchen aus dem Kindergarten. Gott Vater aber gestaltete er so, wie er ihn sah, als den allmächtigen, ewigen, allwissenden und unfassbaren Schöpfer und Herrn, der in seiner Barmherzigkeit seinen Sohn für uns hingab.

 

 

Im Jahr 2008 wurde die Altarinsel durch den Künstler und Bildhauer Friedrich Koller neu gestaltet. Taufstein, Ambo und Volksaltar sind aus hellem Muschelkalk und jeweils aus einem Block gefertigt. Durch zwei Einschnitte ruht der Altar praktisch auf drei Säulen, welche die Dreifaltigkeit symbolisieren. Da der Ambo aus dem gleichen Stein, wie der Altar besteht, wird seine Bedeutung als ‚Altar des Wortes‘ deutlich hervorgehoben. Er ist mehr als nur ein Lesepult. Durch die Schlichtheit der Werke Kollers, passen sich Altar, Ambo und Taufstein gut in den Stil Gsängers und Holzbauers ein, treten nicht in einen Widerstreit mit dem Altarbild Schwarzkops und Hoferers und geben dennoch den Sakramenten der Taufe und der Eucharistie sowie der Verkündigung des Wortes einen ‚festen‘ und würdigen Platz.